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Der perfekte Rollstuhl

Der perfekte Rollstuhl,
eine abenteuerliche Suche – ohne zufriedenstellende Lösung.

Ein Text von Adrian Tudyka.

Wenn man als Mensch mit Behinderung auf einen Rollstuhl oder sogar Elektrorollstuhl angewiesen ist, verbringt man sehr viel Zeit des Tages auf seinen 4 Buchstaben. Umso wichtiger ist es einen Rollstuhl zu haben, der für die eigenen Bedürfnisse perfekt angepasst ist. Er muss die Behinderung ausgleichen. Der Sitz sollte bequem sein. Wendig müsste er sein. Vielleicht müsste er sogar ins Auto passen.

Ist man aber schwerbehindert und braucht viele spezialangefertigte Sachen, stößt man schnell an die Grenze des machbaren. Ebenso sind Sonderbau-Anfertigungen sehr schnell sehr teuer. Es muss ja schließlich extra für jemanden gebaut werden und ist kein Produkt von der Stange.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es leider keine perfekte Lösung für Behinderte bzw. Schwerbehinderte gibt. Mal ist der Sitz zu hoch und man passt mit den Knien somit nicht mehr unter den Tisch. Dann ist der Rollstuhl zu breit oder zu lang und kommt in der Wohnung nicht mehr so einfach durch. Die eine oder andere Firma ist bei Reparaturen unzuverlässig. Die Elektronik von der Firma A kann man nicht mit der Steuerung der Firma B bestellen.
Selbst beim Vorführen von verschiedenen Modellen im eigenen Heim, kommen auch die Mitarbeiter der Hersteller schnell ans Ende ihrer Möglichkeiten.
Egal was es ist, es wird immer irgendwo Haken.

Das Problem dabei ist, dass wir als Behinderte auf Kompromisse eingehen müssen, damit unsere Behinderung ausgeglichen werden kann. Das ist keine zufriedenstellende Lösung. Es fehlt ein einheitlicher Standard solcher Hilfsmittelhersteller. Hinzu kommen noch die unverschämt hohen und absolut unberechtigten Preise der Hersteller, die immer ein Dorn im Auge der Krankenkassen sind.

Für so einen teuren Preis erwarte ich, dass ein Rollstuhl so ist wie ich ihn möchte. Denn im Mittelpunkt stehe ich. ICH.

Behindertenparkausweis

Behindertenparkausweis / Parkerleichterungen


(Quelle: http://www.verkehrslexikon.de )
Vielfach werden besondere Parkgelegenheiten für außergewöhnlich gehbehinderte oder blinde Schwerbeschädigte eingerichtet, die dann nur von dafür berechtigten Personen mit einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung benutzt werden dürfen.

Es muss insoweit aber unterschieden werden zwischen einem Schwerbehindertenausweis mit der Kennzeichnung aG oder Bl (außergewöhnliche Gehbehinderung oder Blindheit) und einem Parkausweis. Der Behindertenausweis muss der Straßenverkehrsbehörde vorgelegt werden, um einen Behindertenparkausweis zugeteilt zu bekommen.

Nach der einschlägigen bundesrechtlichen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung zu § 46 Abs. 1 Nr. 11 StVO in der Fassung der Änderung vom 4. Juni 2009 können Parkerleichterungen im Wege von Ausnahmegenehmigungen „für Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung sowie für Blinde“ erteilt werden.

Schwerbehinderte mit außergewöhnlicher Gehbehinderung sind danach Personen, die sich wegen der Schwere ihres Leidens dauernd nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung außerhalb ihres Kraftfahrzeuges bewegen können. Hierzu zählen:

Querschnittsgelähmte, doppeloberschenkelamputierte, doppelunterschenkelamputierte, hüftexartikulierte und einseitig oberschenkelamputierte Menschen, die dauernd außerstande sind, ein Kunstbein zu tragen, oder nur eine Beckenkorbprothese tragen können oder zugleich unterschenkel- oder armamputiert sind sowie andere schwerbehinderte Menschen, die nach versorgungsärztlicher Feststellung, auch auf Grund von Erkrankungen, dem vorstehend angeführten Personenkreis gleichzustellen sind.

Bei Erfüllung dieser Voraussetzungen besteht ein Anspruch auf Eintragung des Merkzeichens „aG“ in den Schwerbehindertenausweis.

Ob der Genehmigungsbehörde ein eigenes Ermessen eingeräumt ist, weitere Personen oder andere Leiden in den Begünstigungskreis für Parkerleichterungen einzubeziehen, oder ob insoweit eine strikte Bindung an die Merkzeichenentscheidung der Versorgungsbehörde besteht, die dann selbst die Gerichte binden soll, ist in der Rechtsprechung strittig.

Zu den Parkerleichterungen, die in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zu § 46 Abs. 1 Nr. 11 StVO (VwV-StVO, BAnz 2009, S. 2050 ff. = VkBl. 2009, S. 386 ff.) unter I. genannt werden, gehören z.B. die Gestattung,

  • im eingeschränkten Halteverbot bis zu drei Stunden zu parken,
  • im Bereich eines Zonenhalteverbots die zugelassene Parkdauer zu überschreiten,
  • in Fußgängerzonen während freigegebener Ladezeiten zu parken,
  • an Parkuhren und Parkscheinautomaten ohne Gebühr und zeitliche Begrenzung zu parken,
  • auf Parkplätzen für Anwohner bis zu drei Stunden zu parken
  • und in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb der gekennzeichneten Flächen zu parken, sofern in zumutbarer Entfernung keine andere Parkmöglichkeit besteht.
Blauer Behindertenparkausweis
Blauer Behindertenparkausweis

Nachgewiesen wird die Berechtigung entweder durch den (hellblauen)  EU-einheitlichen Parkausweis für behinderte Menschen (VkBl. 2000, S. 624/625)

 

 

oder durch einen besonderen (orangefarbenen) Parkausweis (BAnz. 2009, S. 2054/2056).

Orangener Bindertenparkausweis
Orangener Bindertenparkausweis

 

 

 

 

 

Die einmal erteilte Ausnahmegenehmigung muss im Original gut lesbar im Fahrzeug ausgelegt werden. Eine Kopie genügt nicht, das sonst eine Mehrfachbenutzung zur selben Zeit an verschiedenen Orten durch verschiedene Personen möglich wäre.

Mit dem Rollstuhl nach Paris

Mit dem Rollstuhl nach Paris
Reisebericht Paris (2015)
Reisevorbereitung:

Mit der Planung der Reise sollte man langfristig im Voraus beginnen, da in Hotels und im Zug nur eine sehr begrenzte Anzahl an Behindertenplätzen zur Verfügung stehen!
Wir begannen bereits ein halbes Jahr im Voraus.

Reisebüro

Als Reisebüro wählten wir das DER Reisebüro Göbel in Schweinfurt mit dem wir vor meiner Behinderung bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt hatten. Mit dem Rollstuhl nach Paris weiterlesen